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Reinhard Mey
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Reinhard Mey - Mein Berlin Lyrics

Song details
TitleMein Berlin
ArtistReinhard Mey
Album
Genre
Duration00:06:12
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Song lyrics
Ich weiß dass auf der Straße hier kein einziger Baum mehr stand
Ruinen in den Himmel ragten schwarz und leergebrannt
Und über Bombenkrater hingen Wind von Staub und Ruß
Ich stolperte in Schuhen viel zu groß für meinen Fuß
Neben meiner Mutter her die Feldmütze über den Ohren
Es war Winter '46 ich war 4 und halbgefroren
Über Trümmerfelder und durch Wälder von verglühtem Stahl
Und wenn ich heut die Augen schließe seh ich alles noch ein Mal

Das war mein Berlin, mein Berlin, mein Berlin
In leeren BOllerwagen über Kopfsteinpflaster ziehn
Das war mein Berlin

Da warn Schlagbäume, da waren Straßensperren über Nacht
Dann das Dröhnen in der Luft und da war die ersehnte Fracht
Der Dacotas und der Skymasters und sie wendeten das Blatt
Und wir ahnten die Völker der Welt schauten auf diese Stadt
Da waren auch meine Schultage in dem roten Backsteinbau
Lange Strümpfe kurze Hosen und ich wurd und wurd nicht schlau
Dann der Junitag als der Potsdammer Platz in Flammen stand
Ich sah Menschen gegen Panzer kämpfen mit der bloßen Hand

Das war mein Berlin, mein Berlin, mein Berlin
Menschen die im Kugenhagel ihrer Menschenbrüder fliehn
Das war mein Berlin

Da war meine Sturm-und-Drang-Zeit und ich sah ein Stück der Welt
Und kam heim und fand die Hälfte meiner Welt war zugesperrt
Da warn Fenster hassdicht zugemauert und bei manchem Haus
Hingen zwischen Steinen noch die Vorhänge zum Westen raus
Wie oft hab ich mir die Sehnsucht wie oft meinen Verstand
Wie oft hab ich mir den Kopf an dieser Mauer eingerannt
Wie oft bin ich dran verzweifelt, wie oft stand ich sprachlos da
Wie oft hab ich sie gesehn, bis ich sie schließlich nicht mehr sah

Das war mein Berlin, mein Berlin, mein Berlin
Widerstand und Widersprüche, Wirklichkeit und Utopie
Das war mein Berlin

Ich weiß, dass auf der Straße hier kein einzger Baum mehr stand
Ruinen in den Himmel ragten schwarz und leergebrannt
Jetzt steh ich hier nach soviel Jahrn und glaub es einfach nicht
Die Bäume die hier stehn sind fast genauso alt wie ich
Mein ganzes Leben hab ich in der halben Stadt gelebt
Was sag ich jetzt wo ihr mir auch die andre Hälfte gebt
Jetzt steh ich hier und meine Augen sehen sich nicht satt
An diesen Bildern Freiheit endlich Freiheit über meiner Stadt

Das ist mein Berlin, mein Berlin, mein Berlin
Gibts ein schön'res Wort für Hoffnung, Aufrecht gehen nie mehr knien
Das ist mein Berlin
submitted by Stephane Denys on December 23th, 2004




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